Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchs-Erfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismus-Prävention bleibt ein zentrales Thema. Gesprächsgast 1: Nadja Klier Nadja Klier wurde 1973 in Dresden geboren. Sie ist Tochter der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. 1988 wurde sie mit ihrer Familie nach jahrelanger Überwachung aus politischen Gründen aus der DDR ausgewiesen. Über Nacht veränderte sich für die Jugendliche alles. Nadja Klier arbeitet seit vielen Jahren als Fotografin, Autorin und Filmemacherin. 2021 rief sie die „DDR-Box“ ins Leben. Das Portal zielt darauf ab, die Geschichte der DDR möglichst authentisch für Jugendliche darzustellen. Gesprächsgast 2: Ingo Hasselbach Ingo Hasselbach wuchs in einem privilegierten DDR-Elternhaus auf. Sein Vater arbeitete als Redakteur beim Rundfunk der DDR und war 1964 aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelt, seine Mutter war Journalistin bei der Nachrichtenagentur ADN. Seine Kindheit verbrachte er im Prenzlauer Berg, ab 1971 lebte die Familie gegenüber des Stasi-Komplexes in Berlin Lichtenberg. Hasselbach erlebte als Jugendlicher staatliche Repression, insbesondere aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Punk-Szene. Schule und Jugendzeit waren von Ausgrenzung, Bestrafung, der Unterbringung in einem Kinderheim und der Einweisung in einen Jugendwerkhof geprägt. Zwischen 1986 und 1989 folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, während derer er sich radikalisierte. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich Hasselbach zu einer führenden Figur der Neonazi-Szene in Berlin. Sein Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene im Jahr 1993 war mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden. Moderation: Knut Elstermann Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Berlin.
Digitale Angebote sind heute fester Bestandteil vieler Lebensbereiche - doch was bedeutet das für ältere Menschen? Gemeinsam wollen wir erörtern, wie sich die digitale Gesellschaft auf das Leben im Alter auswirkt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten, Hürden und Chancen sowie den individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen digitaler Teilhabe. Vorgestellt werden ausgewählte Befunde aus Forschung und Praxis, die zur Diskussion einladen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Rahmenbedingungen, Perspektiven und Herausforderungen digitaler Teilhabe im Alter interessieren.
1. Abend: Moses, Thora und Tanach Die jüdische Tora umfasst die fünf Bücher Mose. Gemeinsam mit zwei weiteren Bestandteilen - den Nevi’im (Propheten) und den Ketuvim (Sprüche und Psalmen) - bilden sie den Tanach, die hebräische Bibel. Die Veranstaltung thematisiert die Entstehungsgeschichte des Tanach und gibt einen Überblick über seinen Inhalt. Ebenso fragt sie nach der historischen sowie theologischen Person des Mose. 2. Abend: Jesus und das Neue Testament Das Neue Testament enthält einen Kanon von 27 Schriften des Urchristentums. Es verkündet Jesus von Nazareth als den bereits im Alten Testament angekündigten Messias. Nach einem Blick auf den Kanonisierungsprozess des neuen Testamentes widmet sich die Veranstaltung der Frage, was über die Hauptperson - Jesus - als historische Person gesagt werden kann. Wie sieht man ihn im Kontext christlicher aber auch jüdischer Theologie? 3. Abend: Mohammed und der Koran Zu Beginn des 7. Jahrhunderts entstand im arabischen Raum mit dem Islam eine neue Religion. Ihr Prophet Mohammed (ca. 570 – 632) fühlte sich ab ca. 610 als Gesandter Gottes berufen und leitete ab 622 ein ständig wachsendes Gemeinwesen. Der Vortrag begibt sich auf historische Spurensuche in die Anfangszeit des Islam: Was wissen wir über Mohammeds Leben? Was lehrte er und wie entstand der Koran, die aus 114 Suren bestehende Heilige Schrift der Muslime? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zur jüdischen und christlichen Religion? 4. Abend: Buddha und die Sutras Buddha entstammte einem Fürstenhaus in Nordindien und wuchs als Prinz in großem höfischen Reichtum auf. Doch mit fast 30 Jahren änderte sich sein bisheriges Leben von Grund auf. Ihm wurden nicht nur Alter, Krankheit, Tod und Leiden bewußt, sondern er erkannte die Sinnleere seines bisherigen Lebens. Er suchte Erlösung, verließ seine Heimat und gab sein neues Wissen in Lehrreden (Sutras) weiter. Die Veranstaltung widmet sich Buddhas Leben und seinen grundlegenden Lehren. 5. Abend: Die Veden des Hinduismus Die indischen Veden wurden zunächst mündlich und erst später schriftlich überliefert. Sie gehören zu den grundlegenden Texten des Hinduismus. Die Veranstaltung skizziert ihre Inhalte, zeigt ihre Bedeutung und führt in ihre Überlieferungsgeschichte ein.
Am Freitag, den 2. Oktober 2026, findet in ganz Bayern die "Lange Nacht der Demokratie" statt. Die "Lange Nacht der Demokratie" ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Schirmherrin ist die Präsidentin des Bayerischen Landtags Frau Ilse Aigner. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit wird in unterschiedlichen Formaten über Demokratie nachgedacht, diskutiert und gemeinsam gefeiert. Die "Lange Nacht der Demokratie" macht demokratische Werte erlebbar und lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und Perspektiven auszutauschen. Die landesweite Koordination liegt beim Bayerischen Volkshochschulverband. Die "Lange Nacht der Demokratie" in Starnberg wird von der vhs StarnbergAmmersee in Kooperation mit dem Starnberger Dialog und dem Kreisjugendring Starnberg koordiniert. Schirmherr ist Landrat Stefan Frey. Es finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen im Zeitraum 1. bis 3. Oktober 2026 statt. Das genaue Programm finden Sie auf S. ??f: Mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen Sparkassenstiftung, des Landkreises Starnberg, der Stadt Starnberg und der Werner Reichenberger Stiftung.
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon! Gesprächsgast 1: Paulino José Miguel Paulino José Miguel kam 1982 mit 11 Jahren allein aus Mosambik in die DDR, um dort seine schulische und später auch berufliche Ausbildung fortzusetzen. Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR, der 900 Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ermöglichte, in Deutschland einen Schulabschluss zu machen. Seit 2008 leitet Herr Miguel beim Stuttgarter Forum der Kulturen das „Kompetenzzentrum Migration Entwicklung Partizipation“. Außerdem ist er Repräsentant der migrantischen Organisationen im Rat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg. Für sein Engagement als Brückenbauer in der Arbeit für die Rechte von Migrantinnen und Migranten, den interkulturellen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit wurde Paulino Miguel 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Gesprächsgast 2: Cahit Başar Cahit Başar wurde 1966 in Duisburg geboren. Seine kurdischen Eltern waren einige Jahre zuvor aus der Türkei in die Bundesrepublik gekommen. Er gehörte zu den ersten Kindern mit kurdischem Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden. Cahit Başar ist der aktuelle Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Mitglied im “Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken” der Bundesstiftung Aufarbeitung. Moderation: Nhi Le Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschland mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. Aktuell arbeitet sie vor allem für den Norddeutschen Rundfunk und für andere öffentlich-rechtliche Medien. Die ZEIT zählt sie zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. 2021 wurde sie vom Medium Magazin zu den Top 30 bis 30 Journalist*innen des Landes gewählt. Ihre Arbeit wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Donald Trump zeigt Interesse an Grönland, Dänemark ringt mit kolonialer Vergangenheit und die Insel strebt nach Unabhängigkeit. Rohstoffe, Geopolitik und Erinnerungspolitik greifen ineinander. Ebbe Volquardsen, bis 2025 Professor an der Universität Grönland, erklärt historische Hintergründe und warum die Arktis für Europa immer wichtiger wird. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Mit dem Digital Services Act setzt die EU neue Regeln für soziale Medien: mehr Verantwortung, mehr Transparenz, strengere Vorgaben für die Plattformen. Aktuell wird vor allem über die Pflichten bei der Entfernung illegaler Inhalte, den Umgang mit Desinformation, die Offenlegung von Empfehlungsalgorithmen und die Einrichtung wirksamer Beschwerdemechanismen diskutiert. Erste Verfahren gegen Unternehmen laufen bereits - ein Hinweis darauf, dass die EU ihre neuen Regeln auch tatsächlich durchsetzt. Allerdings tut sie dies in einem politischen Umfeld, in dem US-Technologiekonzerne und US-Regierung die Moderation von Content als Zensur ansehen. Wir diskutieren mit Expertinnen und Experten darüber, wie effektiv eine Regulierung durch die EU ist.
Caroline Herschel (1750 - 1848) war eine Pionierin der Astronomie. Sie entdeckte acht Kometen und erstellte präzise Sternkataloge. Der Vortrag zeigt, wie sie sich trotz gesellschaftlicher Hindernisse als Wissenschaftlerin etablierte und Ehrungen wie die Goldmedaille der Royal Astronomical Society erhielt. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Marie Curie (1867-1934) leistete Außergewöhnliches zur Erforschung der Radioaktivität. Für ihre Arbeiten erhielt sie zweimal den Nobelpreis. Der Vortrag skizziert ihre Arbeit und Karriere im Spannungsfeld der Frauenemanzipation des beginnenden 20. Jahrhunderts sowie in der Zeit des europäischen Nationalismus. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Lise Meitner (1878-1968) zählt zu den ersten Frauen, die an der Wiener Universität in Physik promovierten. Sie gilt als führende Forscherin auf dem Gebiet der Radioaktivität. Der Vortrag skizziert Meitners Biographie und zeigt, welchen wissenschaftlichen Anteil sie an der Kernspaltung besaß. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gesprächsgast 1: Lisa Trebs Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein. Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Ihm ist es wichtig, gebrochene Biografien zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen. Er ist sehr podiumserfahren. Moderation: Miriam Menzel Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".
Der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund verlor in den 1930er Jahren immer mehr an politischem Einfluss und konnte die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs nicht verhindern. Noch während des Krieges wurden die diplomatischen Grundlagen für die im Sommer 1945 erfolgte Neugründung einer Nachfolgeorganisation gelegt, um den Weltfrieden und die Geltung des Völkerrechts zu sichern, die Menschenrechte zu schützen und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Entstanden ist dazu ein äußerst komplexes System von Institutionen und Organisationen. Der UNO gehören heute 193 Staaten an. Die Veranstaltung skizziert den grundlegenden Aufbau der UNO-Organisation sowie ihr Wirken. Ebenso werden Kritik und Reformbedarf der Organisation thematisiert.
Wir leben in einer Zeit, in der eine Flut von Verschwörungsmythen und Verschwörungserzählungen im Internet und in Presseerzeugnissen weite Verbreitung findet. Dass Deutschland aus hochfliegenden Verkehrsflugzeugen mit giftigen Chemikalien besprüht werde und die Presse unter der Kontrolle einer Geheimorganisation stünde, sind nur zwei von beliebig vielen Beispielen. Der Kurs beleuchtet den Aufbau von Verschwörungserzählungen sowie ihre Strategie zur Abwehr von Gegenargumenten und fragt nach ihrer Funktion als mentalem Modell zum Verstehen einer komplexen Welt. 1. Abend: Die Entzauberung der Welt • Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche, sozialpsychologische und psychologische Aspekte • Das Programm der Aufklärung • Die narzisstischen Kränkungen der Eigenliebe der Menschheit • Gegenströmungen der Aufklärung: Romantik, Wandervogel, Faschismus, Postmoderne • Mögliche Antworten auf die Entzauberung der Welt: Mythen, Esoterik, Kreationismus und Intelligent Design, Wissenschaftsfeindlichkeit, Fundamentalismus, Populismus, Verschwörungsmythen und -erzählungen 2. Abend: Was ist das – eine Verschwörungstheorie? • Beispiele für Verschwörungserzählungen • Definitionen: Wissenschaftliche Theorie, Verschwörung, Verschwörungshypothese, Verschwörungsmythos • Historische Verschwörungen und Verschwörungserzählungen • Sozialpsychologische Funktionen von Verschwörungserzählungen 3. Abend: Die üblichen Verdächtigen • Templer • Freimaurer • Illuminaten • Juden • Geheimdienste • Außerirdische 4. Abend: Kognitive Aspekte • Wahrnehmung • Wahrnehmungsfehler: Mere-Exposure-Effekt, Bestätigungsfehler, Thomas-Theorem, Doppeldenken, Kognitive Dissonanz, Hostile-Media-Effekt, Echokammer, Filterblase • Ein psychologisches Modell • Argumentationsmuster • Verschwörungsmentalität und ihre Folgen
Begriffe wie „Sondervermögen“, „Schuldenbremse“ oder „Staatsverschuldung“ prägen die aktuelle öffentliche Debatte. Welche Rolle spielen Banken, Zentralbanken und Politik? Und wie beeinflusst das Finanzsystem unser gesellschaftliches Zusammenleben? Sie erhalten einen verständlichen und zugleich fundierten Einblick in die Geschichte und Funktionsweise von Geld und Finanzsystemen. In einem historischen und kulturübergreifenden Bogen - von den frühen Hochkulturen bis zur Gegenwart - werden unter anderem folgende Fragen behandelt: Gibt es Gesellschaften ohne Geld? Wie entstand das Bankwesen? Wie kommt das Geld in die Welt? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Schulden, Finanzkrisen und Politik? Ein Blick auf die Bankbilanz sowie überraschende Parallelen zur Physik runden die beiden Vortragsabende ab.
Die Geschichte eines Landes spiegelt sich oft in seinen Festen und Feiertagen wider. Dieser Vortrag lädt dazu ein, Albanien aus einer besonderen Perspektive kennenzulernen: Nationale Gedenktage, religiöse Feste und traditionelle Frühlingsfeste erzählen von Jahrhunderten des Widerstands gegen Fremdherrschaft, vom Weg zur Unabhängigkeit, den Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs und den prägenden Spuren der kommunistischen Vergangenheit. Zugleich eröffnet der Vortrag Einblicke in die religiöse Vielfalt und die kulturelle Identität Albaniens bis in die Gegenwart. Die Referentin Enela Markja wurde in Albanien geboren und erlebte dort ihre Kindheit und Jugend während der sozialistischen Zeit. Nach ihrem Geografiestudium zog sie Mitte der 1990er Jahre nach München und arbeitet heute im Tourismussektor. Ihre Verbundenheit mit ihrer Heimat und ihr Interesse an der historischen und gesellschaftlichen Entwicklung Albaniens begleiten sie bis heute.