Schneider, Martin M.A., Historiker, Politikwissenschaftler
1. Abend: Moses, Thora und Tanach Die jüdische Tora umfasst die fünf Bücher Mose. Gemeinsam mit zwei weiteren Bestandteilen - den Nevi’im (Propheten) und den Ketuvim (Sprüche und Psalmen) - bilden sie den Tanach, die hebräische Bibel. Die Veranstaltung thematisiert die Entstehungsgeschichte des Tanach und gibt einen Überblick über seinen Inhalt. Ebenso fragt sie nach der historischen sowie theologischen Person des Mose. 2. Abend: Jesus und das Neue Testament Das Neue Testament enthält einen Kanon von 27 Schriften des Urchristentums. Es verkündet Jesus von Nazareth als den bereits im Alten Testament angekündigten Messias. Nach einem Blick auf den Kanonisierungsprozess des neuen Testamentes widmet sich die Veranstaltung der Frage, was über die Hauptperson - Jesus - als historische Person gesagt werden kann. Wie sieht man ihn im Kontext christlicher aber auch jüdischer Theologie? 3. Abend: Mohammed und der Koran Zu Beginn des 7. Jahrhunderts entstand im arabischen Raum mit dem Islam eine neue Religion. Ihr Prophet Mohammed (ca. 570 – 632) fühlte sich ab ca. 610 als Gesandter Gottes berufen und leitete ab 622 ein ständig wachsendes Gemeinwesen. Der Vortrag begibt sich auf historische Spurensuche in die Anfangszeit des Islam: Was wissen wir über Mohammeds Leben? Was lehrte er und wie entstand der Koran, die aus 114 Suren bestehende Heilige Schrift der Muslime? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zur jüdischen und christlichen Religion? 4. Abend: Buddha und die Sutras Buddha entstammte einem Fürstenhaus in Nordindien und wuchs als Prinz in großem höfischen Reichtum auf. Doch mit fast 30 Jahren änderte sich sein bisheriges Leben von Grund auf. Ihm wurden nicht nur Alter, Krankheit, Tod und Leiden bewußt, sondern er erkannte die Sinnleere seines bisherigen Lebens. Er suchte Erlösung, verließ seine Heimat und gab sein neues Wissen in Lehrreden (Sutras) weiter. Die Veranstaltung widmet sich Buddhas Leben und seinen grundlegenden Lehren. 5. Abend: Die Veden des Hinduismus Die indischen Veden wurden zunächst mündlich und erst später schriftlich überliefert. Sie gehören zu den grundlegenden Texten des Hinduismus. Die Veranstaltung skizziert ihre Inhalte, zeigt ihre Bedeutung und führt in ihre Überlieferungsgeschichte ein.
Caroline Herschel (1750 - 1848) war eine Pionierin der Astronomie. Sie entdeckte acht Kometen und erstellte präzise Sternkataloge. Der Vortrag zeigt, wie sie sich trotz gesellschaftlicher Hindernisse als Wissenschaftlerin etablierte und Ehrungen wie die Goldmedaille der Royal Astronomical Society erhielt. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Marie Curie (1867-1934) leistete Außergewöhnliches zur Erforschung der Radioaktivität. Für ihre Arbeiten erhielt sie zweimal den Nobelpreis. Der Vortrag skizziert ihre Arbeit und Karriere im Spannungsfeld der Frauenemanzipation des beginnenden 20. Jahrhunderts sowie in der Zeit des europäischen Nationalismus. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Lise Meitner (1878-1968) zählt zu den ersten Frauen, die an der Wiener Universität in Physik promovierten. Sie gilt als führende Forscherin auf dem Gebiet der Radioaktivität. Der Vortrag skizziert Meitners Biographie und zeigt, welchen wissenschaftlichen Anteil sie an der Kernspaltung besaß. In Kooperation mit der vhs SüdOst im Landkreis München.
Der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund verlor in den 1930er Jahren immer mehr an politischem Einfluss und konnte die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs nicht verhindern. Noch während des Krieges wurden die diplomatischen Grundlagen für die im Sommer 1945 erfolgte Neugründung einer Nachfolgeorganisation gelegt, um den Weltfrieden und die Geltung des Völkerrechts zu sichern, die Menschenrechte zu schützen und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Entstanden ist dazu ein äußerst komplexes System von Institutionen und Organisationen. Der UNO gehören heute 193 Staaten an. Die Veranstaltung skizziert den grundlegenden Aufbau der UNO-Organisation sowie ihr Wirken. Ebenso werden Kritik und Reformbedarf der Organisation thematisiert.