Grepmair-Müller, Angelika Kunsthistorikerin
"In My Head" widmet sich prägenden künstlerischen Positionen des 21. Jahrhunderts. Eigenständige Räume laden dazu ein, in die Praktiken einzelner Künstler:innen einzutauchen und ihre formalen und konzeptuellen Zusammenhänge zu entdecken. Jeder Raum ermöglicht es, die Werke in ihrer Vielschichtigkeit zu erleben und neue Perspektiven auf das Denken und Arbeiten der Künstler:innen zu entwickeln. Die Präsentation setzt dabei auf eine vertiefte Auseinandersetzung: Ausgewählte künstlerische Strategien werden anhand zentraler Werke vorgestellt. So entsteht Raum für eine intensive Begegnung – und es wird sichtbar, wie die Sammlung auf aktuelle künstlerische Entwicklungen reagiert und sich immer wieder neu der Gegenwart öffnet.
Frankreich war stets eine wichtige Bezugsgröße in der bayerischen Geschichte, Politik und Kultur. Davon zeugt auch die Gemäldesammlung der Alten Pinakothek – mit früh erworbenen Gemälden von Claude Lorrain und Nicolas Poussin oder mit Portraits, die französische Maler im Dienste der Wittelsbacher gefertigt haben. Ausgehend von einem aktuellen Erschließungs- und Forschungsprojekt wagt die Ausstellung einen neuen Blick auf diesen besonderen Sammlungsbestand. Die Erwerbungs- und Sammlungsgeschichten ausgewählter Werke bilden den roten Faden. Zugleich eröffnen sich, ergänzt durch ausgesuchte internationale Leihgaben, Einblicke in Stationen der französischen Malereigeschichte – und in das Leben der sehr mobilen und europaweit tätigen Künstler. Deutlich wird dabei, dass sich die Betrachtungsweisen und die Vorstellungen von einer „französischen Kunst“ im Laufe der Zeit wandelten – und dass auch ihre museale Präsentation eine Geschichte hat.Treffpunkt: Foyer
Um 1900 entwickelte sich Barcelona zu einem der dynamischsten Kulturzentren Europas. Zwischen industriellem Aufbruch, dem rasanten Wachstum der Stadt und sozialen Konflikten entstand hier der katalanische Modernisme – eine außergewöhnliche Kunstbewegung, die Architektur, Malerei, Design und Literatur umfasste. Die innovative Szene war von gegensätzlichen Stilen geprägt. Dabei ging es um das Ausloten von traditionellen Aspekten und modernen Impulsen, die Suche nach einer katalanischen Identität und die Weiterentwicklung ikonischer Errungenschaften der spanischen Kultur. Die Ausstellung Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso widmet sich erstmals in Deutschland diesem einzigartigen kulturellen Umfeld, indem sie die künstlerischen Entwicklungen der Stadt zwischen 1880 und 1914 beleuchtet. Rund 140 Gemälde, Grafiken, Objekte, Möbel und Architekturmodelle zeigen die stilistische Bandbreite dieser Epoche und verorten sie in Barcelonas gesellschaftlichem und historischem Kontext. Treffpunkt: Meeting Point im 1. OG