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Das beliebte „Studium generale“ bietet Orientierung in der Wissensgesellschaft. Hier finden Themen der Geistes- und Kulturwissenschaften, der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Naturwissenschaften ihren Platz.
Heinrich Klug spricht über das Zusammenspiel im Orchester und seine vielfältigen Erfahrungen als langjähriger Solocellist der Münchner Philharmoniker. Er stellt ausgewählte Werke der sinfonischen Literatur vor (z.B. verschiedene Beethovensinfonien), zu denen er Notenmaterial der Münchner Philharmoniker mitbringt, um daran die Aufgaben der Orchestermusiker*innen zu erläutern. Sie werden auch sein kostbares Violoncello, das 1840 von Jean Baptiste Vuillaume gebaut wurde, erleben. Am 09.11.26 haben Sie die Möglichkeit mit Heinrich Klug eine Probe der Münchner Philharmoniker mit dem Chefdirigenten Lahav Shani in der Isarphilharmonie im Gasteig HP 8 zu besuchen. Auf dem Programm stehen "Bilder einer Ausstellung" von Modest Moussorgsky.
El Greco war ein wundersamer Künstler, ein Prophet der Moderne. Geboren auf Kreta, zog es den jungen Maler zunächst nach Italien, bevor er am spanischen Hof seinen beinahe expressionistischen Malstil entwickelte - eine Mischung aus griechisch-byzantinischem Stil und venezianischen Einflüssen. Seine überlangen, schlanken Figuren malte er in dramatischen Posen in einer schweren, dunklen Atmosphäre, aus der leuchtend-grelle Farben heraus flackern - emotional, hinreißend und ausdrucksstark.
Immersive Erlebnisse ermöglichen es uns, mit allen Sinnen in eine andere Welt einzutauchen. Mit oder ohne VR-Brille laden zeitgenössische Operninszenierungen dazu ein, neue Formen ästhetischer Wahrnehmung zu erfahren und die Grenzen zwischen Bühne, Publikum und digitalem Raum neu zu denken. Anhand ausgewählter Inszenierungen von Richard Wagners Gesamtkunstwerk diskutieren wir in diesem Kurs, wie künstliche Intelligenz als konzeptionelles und visuelles Gestaltungsmittel die Opernbühne verändert. Gemeinsam diskutieren wir, wie KI-Bildwelten, virtuelle Räume und digitale Inszenierungsstrategien unsere Wahrnehmung des Theaters prägen und welche neuen künstlerischen Möglichkeiten daraus entstehen.
Vergleiche 262-5001-S
Vergleiche 262-5001-S
Dieser Kurs dreht sich um den Münchner Malerfürsten Franz von Stuck, der bereits zu Lebzeiten zu einer Legende wurde, auch weil er sich um die biedere Moral seiner Zeit nur wenig kümmerte. In seinen Gemälden schuf er eine schwebend-unwirkliche, oftmals pathetische Atmosphäre, die zwischen Fabel, Allegorie, Symbol und Erotik changiert. Diese Aura findet sich auch in seinem Gesamtkunstwerk, der Villa Stuck in München-Bogenhausen - ein Ort, der bis heute den Geist seines Erbauers widerspiegelt.
Das alte Indien hat eine bemerkenswerte Staats- und Politiktheorie formuliert, so das Arthashastra im 3. Jh. v. Chr., der Nitisara und die Epen, vor allem das Mahābhārata. Die heutige indische Außenpolitik, vor allem die von Indiens erstem Premier konzipierte und bis heute gültige Konzeption, ist von altindischen Theorien beeinflusst; Pragmatismus, Flexibilität, "India First" und eine weitgehende „strategische Autonomie“ sind bis heute maßgebliche Prinzipien. Gleichzeitig wirken traditionelle altindische Modelle der Gesellschaft, so das Kastensystem, in Indien bis heute. Die beiden Vorträge gehen den Fragen nach, inwieweit das moderne politische Denken von Traditionen beeinflusst wird, was "Staat" und "Gesellschaft" bedeute(te)n und wie Indien zu Krieg und Frieden stand und steht. Wie ist das Verhältnis von „Moderne“ und hinduistischer Tradition in Hinblick auf die in der Verfassung verankerte "Säkularität" zu verstehen. Was bedeutet die hindukonservative Politik der BJP für das heutige Indien?
Der österreichische Maler Gustav Klimt gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten, aber auch zu den umstrittensten Künstlern der Kunst der frühen Moderne. Als wichtigster Vertreter des Wiener Jugendstils hat er so bekannte Werke wie den Beethoven-Fries und den Kuss geschaffen. Dennoch wurde Klimt von der Kunstkritik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts teilweise völlig ignoriert oder als reiner Dekorationsmaler abgetan. Wie falsch diese Beurteilung war soll dieser Kurs, der sich mit dem Leben und dem Wirken Gustav Klimts beschäftigt, zeigen.
Vergleiche 262-5001-S
Vergleiche 262-5001-S
"Die interessanteste Meinung ist die der Anderen" - so lautet ein Plakatmotiv der Volkshochschulen. Und tatsächlich lohnt es sich, den Blick über vertraute Denkweisen hinaus zu richten. Gerade in herausfordernden Zeiten können ältere und kulturell entfernte Philosophien neue Orientierung geben, Halt vermitteln und überraschende Perspektiven eröffnen. Dieser Vortrag stellt zwei bemerkenswerte "andere" Positionen vor: die Lehren der indischen Bhagavadgītā (entstanden etwa um 300 v. Chr.) und die Philosophie Immanuel Kants (1724–1804). Zwischen beiden Denksystemen liegen mehr als zwei Jahrtausende - und dennoch finden sich erstaunliche Parallelen. Unabhängig voneinander entwickeln sie Antworten auf eine zentrale Frage: Wie kann ein gutes Leben in unruhigen Zeiten gelingen? Ihre Empfehlungen lauten: Pflichterfüllung, Wohlwollen und Gelassenheit - und zwar gerade jetzt.